Ein BMWi3 namens Victor, von aussen kaum verändert — innen jedoch vollständig zum professionellen Fahrsimulator umgebaut. Was zunächst ungewöhnlich klingt, ist heute ein zentrales Forschungsinstrument der Abteilung Verkehrsmedizin des Instituts für Rechtsmedizin (IRM) der Universität Zürich.BMW stellte das Fahrzeug kostenlos zur Verfügung. Wir übernahmen den technischen Umbau: Das Innere des i3 wurde vollständig neu konzipiert und mit professioneller Simulatortechnologie ausgestattet. Fünf Projektoren erzeugen eine 270-Grad-Projektionswand — für ein realistisches, immersives Fahrerlebnis unter kontrollierten Bedingungen.Der Simulator wird eingesetzt, um zu erforschen, wie Faktoren wie Schläfrigkeit, Cannabiskonsum oder das Alter die Fahrtüchtigkeit beeinflussen. Vor jeder Fahrt werden den Probanden Elektroden am Kopf befestigt, um Hirn- und Muskelaktivität zu messen und präzise Rückschlüsse auf den Fahrzustand zu ziehen.Die Verkehrsmedizin des IRM führt jährlich über 10'000 Begutachtungen zur Fahreignung durch — der Simulator soll diese klinische Forschung langfristig auf ein breiteres, experimentelles Fundament stellen.Dieses Projekt steht exemplarisch für unsere Kompetenz im Bereich Custom Builds — massgeschneiderte Simulatorlösungen, die weit über den klassischen Einsatz hinausgehen.